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Tiefen*Entspannung durch Cranio Sacral Therapie

Die Upledger CranioSacral Therapie® ist eine manuelle Methode zur Verbesserung der Gesundheit und Funktionalität des Körpers. Sie wird über sanften Druck und Zug ausgeführt und dient der Evaluation und Behandlung des CranioSacralen Systems.

 

 

Wie können Sie sich eine Behandlung vorstellen?

Nachdem wir gemeinsam ein ausführliches Anamnesegespräch geführt haben, dürfen Sie es sich angezogen auf einer Liege bequem machen. Meist findet die Behandlung am Rücken liegend statt, dies ist aber kein Muss – wichtig ist, dass Sie sich in ihrer gewählten Position wohl fühlen. Über eine sanfte Berührung nehmen wir dann achtsam Kontakt mit Ihnen auf und können die Spannungen des Bindegewebes und den CranioSacralen Rhythmus (siehe unten) ertasten. Sie dürfen sich nun etwa 60min entspannen und „fühlen“, was passiert und sich im Körper lösen darf. Wir begleiten Sie dabei mit leichten Druck- und Zug-Techniken auf dem Weg zur Entspannung und Regulation.

 

Was ist das CranioSacrale System (CSS)?

Das CSS ist ein in sich geschlossenes, eigenregulierendes System. Es wird durch den Schädel (Cranium), das Kreuzbein (Sacrum) und die dazwischen liegende Wirbelsäule, den Hirnhäuten (Meningen) und die Hirnflüssigkeit (Liquor) gebildet. Somit bildet das CSS die Umhüllung von Gehirn und Rückenmark - somit funktioniert das ZNS (Zentralnervensystem) innerhalb seiner Grenzen. John E. Upledger beschreibt das CSS als Kernsystem, in dem die Kontrolleinrichtungen von Körper, Geist, Seele und Gefühl zusammenlaufen – es ist der tiefste Seinsbereich eines Menschen.

 

Wie kann sich eine Dysfunktion des CSS auswirken?

Da es in enger Verbindung zum Gehirn und Rückenmark steht, kann eine Dysfunktion sensorische, motorische, neurologische und vegetative Symptome hervorrufen. Das CSS wirkt sich über das Fasziensystem (Bindegewebe, das von den kleinen Zehen bis zum Kopf und allen dazwischen gelegenen Organen über verschiedene Strukturen in Verbindung steht) auf den ganzen Körper aus. So kann es zu einer Spannungserhöhung innerhalb des Fasziensystems kommen - eine außenliegende Spannung kann sich dabei auf das CSS System und umgekehrt auswirken.

 

Was ist das Ziel der CranioSacralen Therapie (CST)?

Ziel ist es, erhöhte Spannung zu lösen und den CranioSacralen Rhythmus und somit alle Körpersäfte (physische und energetische) ins Fließen zu bringen. Die Entspannung fördert die Mobilität des Gehirns- und Rückenmarkshäute, die Funktion der Nerven sowie die Zirkulation des Liquors. Somit werden auch Hormon- und Immunsystem positiv beeinflusst. Über die Entspannung werden Regulation und Regeneration (Selbstheilungsprozesse) im gesamten Körper angeregt.

 

Was ist der CranioSacrale Rhythmus (CSR)?

Wie der CSR entsteht, ist wissenschaftlich nach wie vor noch nicht eindeutig geklärt. Ein Erklärungsmodell – das sogenannte Pressurestat-Modell – beschreibt es so: Das CSS bildet mit der Dura mater (äußerste Hirnhaut) ein in sich geschlossenes System. Darin zirkuliert die flüssige Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor). Diese fließt konstant ab, während der Zustrom ständig durch ein langsames rhythmisches Auf und Ab gekennzeichnet ist. Diese rhythmischen Druckschwankungen bzw. die Anpassung verhindert, dass sich ein zu großer Druck innerhalb des CSS aufbauen kann. Das CSS steht über Faszien (Bindegewebe) in enger Verbindung mit allen Körpersystemen (periphere Nerven, Gefäß- und Lymphsystem, Bewegungsapparat, usw.) – dies erklärt, das der CSR auch entfernt von Kopf und Kreuzbein zu ertasten ist bzw. es in beide Richtungen Wechselwirkungen gibt. Der CSR steht zwar in Verbindung zum gesamten Körper, ist aber deutlich vom Atem- und Herzrhythmus zu unterscheiden.

 

Wann kann die CST eingesetzt werden?

Die CST wird nach ärztlicher Verordnung im Rahmen von Schmerzbehandlung, Rehabilitation und Palliativ Care eingesetzt. Ohne Verordnung findet die CST Anwendung in der (Sekundär)Prävention und somit Gesundheitsvorbeugung. Außerdem wird sie zur ganzheitlichen Entspannung, Harmonisierung und Verbesserung des Wohlbefindens eingesetzt. Dadurch werden Regulation und Regeneration sowie die Aktivierung der Selbstheilungsprozesse angeregt. Der Klient wird dabei in seiner Ganzheit betrachtet und nicht lediglich eine Struktur, ein Symptom oder eine Krankheit behandelt.

Anwendungsbeispiele:

  • Akute und chronische Schmerzzustände
  • Rehabilitation nach Krankheit oder Unfall
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Sinusitis und Tinnitus
  • Kieferorthopädische Probleme
  • Erschöpfungszustände, Schlafprobleme, Müdigkeit
  • Stressbedingte Beschwerden
  • Emotionale Belastungen
  • psychosomatische Beschwerden
  • Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten
  • Störungen des zentralen und vegetativen Nervensystems
  • Störungen des Lymph-, Immun- und Hormonsystems
  • Wirbelsäulen-, Muskel- und Gelenkserkrankungen
  • Begleitung von KlientInnen im palliativen Setting (Palliativ Care)
  • energetische Dysbalance